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BESTATTUNG WIEN GMBH
Seit 13. Februar 2012
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1110 Wien
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Allgemeine Informationen über das Bestattungswesen
Das Bestatten der Toten ist seit jeher eine Aufgabe der Gemeinschaft, die entweder von der Familie oder einem größeren Gemeinschaftsverband besorgt wurde. Später ging diese Aufgabe auf die Religionsgemeinschaften über. Erst die Zusammenballung der Menschen in den Städten führte dazu, dass aus dieser auf menschlichen oder religiösen Bindungen beruhenden Gemeinschaftsfunktion eine gewerbsmäßige Tätigkeit wurde.
Das Bestattergewerbe erfuhr in der Gewerberechtsnovelle 2002, die am 1. August 2002 in Kraft trat, eine umfassende Änderung. Die Anmeldung des Bestattungsgewerbes setzt nunmehr nur die Befähigung voraus, ein Bedarf ist im Gewerbeverfahren nicht mehr zu prüfen. Neu zum Tätigkeitsbereich des Bestatters ist die Thanatopraxie hinzugekommen, die in der Novellierung 2004 näher definiert ist. Darunter versteht man die Desinfektion, einfache Konservierung und kosmetische Behandlung eines Verstorbenen um den Verfallsprozess für kurze Zeit hinauszuzögern.
Eine weitere wesentliche Rechtsgrundlage für das Bestattungswesen bilden die Landes-Leichengesetze, die aber von der Gewerberechtsnovelle 2002 nicht betroffen sind.
Zur Zeit gibt es in Österreich rund 580 Bestattungsunternehmen, von denen rund 70 von der Gemeinde geführt werden.
Dem Bestatter obliegt im Sinne der Gewerbeordnung die Beistellung der Särge, Trauerwaren und Urnen, die Abholung der Verstorbenen vom Sterbeort und deren Transport zum Bestimmungsort (z. B. Friedhof, Krematorium), die künstlerische Ausgestaltung der Trauerfeiern und das Führen der Kondukte zur Grabstelle. Darüber hinaus übernimmt der Bestatter die Besorgung der Grabstätte sowie die unmittelbar mit der Bestattung zusammenhängenden Dienstleistungen (Beschaffung von Dokumenten, Parten u. a.). Auch das Überführen der Toten sowohl im Inland als auch in das Ausland bzw. von dort nach Österreich obliegt dem Bestatter.
Österreich hat rund 8,0 Millionen Einwohner; bei einer Sterblichkeitsrate von knapp 1% beträgt die Zahl der Todesfälle derzeit 75.000 im Jahr. Der Anteil der Feuerbestattungen beträgt rund 22 %, hiefür stehen 10 Krematorien zur Verfügung.




