Rettungsgasse jetzt auch für Bestattungsfahrzeuge geöffnet


Mit dem 1. Juni 2019 trat die 31. Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft. Seit diesem Tag dürfen Bestattungsunternehmen mit den Leichenwägen im Anlassfall die Rettungsgasse verwenden, um die schnelle Räumung der Unfallstelle zu gewährleisten.

Seit 2012 gilt auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen bei Staubildung die Rettungsgassenpflicht. Die Rettungsgasse wird bei stockendem Verkehr gebildet, um das rasche Vorankommen der Einsatzfahrzeuge zu sichern, wodurch eine breite Zufahrtsmöglichkeit entsteht und Verletzte schneller versorgt werden können. Bisher durften laut Paragraph 46 der StVO nur Einsatzfahrzeuge – Feuerwehr, Polizei und Rettung – sowie Fahrzeuge des Straßen- und Pannendiensts – wie Abschleppwägen – die Rettungsgasse verwenden. Verstorbene Unfallopfer dürfen von Einsatzfahrzeugen nicht abtransportiert werden. Dies hat bei schweren Unfällen zu Totalsperren der betroffenen Straße und langen Verzögerungen geführt. Um eine schnelle Räumung der Unfallstellen zu gewährleisten, muss Bestattungsunternehmen die schnelle Zufahrt zum Unfallort ermöglicht werden, weshalb sie nun im Anlassfall die Rettungsgasse befahren dürfen.

Für den Abholdienst der Bestattung Wien erleichtert die 31. Novelle der Straßenverkehrsordnung die Abwicklung von Einsätzen im Rahmen von Unfällen auf Autobahnen und Schnellstraßen.