Mythos | "Trauer verläuft in festen Phasen"
Viele Menschen kennen die Vorstellung, dass Trauer in bestimmten Phasen abläuft. Erst kommt das eine Gefühl, dann das nächste, bis man irgendwann „durch“ ist. Diese Vorstellung kann zwar eine grobe Orientierung geben, beschreibt aber nicht, wie Trauer tatsächlich erlebt wird.
Denn Trauer verläuft nicht geradlinig. Sie kann sich verändern, leiser werden oder plötzlich wieder stark spürbar sein. Manchmal reicht ein Lied, ein Ort, ein Geruch oder ein besonderer Tag, und die Trauer ist wieder ganz nah.
Das bedeutet nicht, dass man einen Rückschritt macht. Es bedeutet auch nicht, dass man falsch trauert. Jeder Mensch geht anders mit Verlust um. Manche sprechen viel darüber, andere brauchen Zeit für sich. Manche funktionieren im Alltag weiter, obwohl innerlich vieles schwer ist.
Trauer hat keinen fixen Ablauf und kein richtiges Tempo. Sie darf ihren eigenen Weg gehen.
Trauercafé der Bestattung Wien
Wer merkt, dass die Trauer besonders schwer wird oder das Gespräch mit anderen Betroffenen helfen könnte, findet im Trauercafé der Bestattung Wien einen geschützten Rahmen für Austausch und Begegnung. Dort können Trauernde mit Menschen sprechen, die Ähnliches erleben. Begleitet wird das Angebot von Trauerbegleiter*innen der Caritas Kontaktstelle Trauer.